Darf Sub „Nein“ sagen?

Oder

Darf Submissiver GegenPart Unbehagen zum Ausdruck bringen?




Moinsen.

Ich schreibe jetzt mal aus der herkömmlichen Sichtweise: klassisches D//sGefüge: Dominanz//m und Submissiver GegenPart//w.
Eventuell ist Sub auch ein Newbie. Sie hat soviel gehört, gelesen und sich „eingelesen“.
Hat folgendes abgespeichert: Sub hat zu machen, was Dominanz von ihr will//verlangt. Darf sich dem nicht widersetzen, respektive negativ zur Handlung äußern.

Hmmmmmm

So weit. So schlecht.

Nehmen wir an, Dominanz will sie in einem Porno//SexKino (meistens) Männern für Sexuelle Handlungen aktiv, wie passiv zur Verfügung stellen.
Ihr Erster Besuch in solcher Location. Hurra.
Ihr wurden die „Kleidungsstücke“ parat gelegt. Sie hat geduscht. Sich rasiert. Alles nach Wunsch.
Zieht sich an. Dominanz spricht ihr ein Kompliment aus.

Ankunft. Und Action!!!!

Sie wird hochgelobt und angepriesen.

Fremde Männer kreisen sie ein. Ein leichtes Unbehagen kriecht in ihr hoch. Erstes Dilemma.

Den Männern ist das völlig egal. Ihnen wurde eine Frau vorgesetzt. Fürs sexuelle Vergnügen.

Sie spürt fremden Atem. Fremde Hände. Fremde Finger.

Ihr werden fremde Penisse in die Hände gelegt. Sie bemerkt, einer ist nicht sauber.
Zweites Dilemma.

Sie wird runter gedrückt, um die Fremden Penisse mit BlowJobs noch härter zu bekommen. Die Männer achten nicht auf ihr Würgen. Gehört ja dazu, näh?
Drittes Dilemma.

Ihr Dom betrachtet sie. Achtet leider auch nicht auf ihr (für ihn doch sehr offensichtliches) Unbehagen.
Viertes Dilemma.

Ich könnte die Liste unendlich benennen//auffüllen.


Liebe Newbie.
Wenn Du bemerkst, dass der Penis in Deiner Hand nicht einwandfrei sauber ist, sag dies sofort Deinem Dom. Er hat sich dann darum zu kümmern. Nicht Du.

Wenn Dir durch fremde Hände ein blödes Gefühl vermittelt wird: Bring das zum Ausdruck. SOFORT!! Nicht dem Dom zuliebe etwas machen. NEIN!!!

Auch wenn der Tenor im BDSM//SM verlautet „D//s, respektive BDSM ist kein PonyHof. Wunschkonzert? Nein!!“

Surprise. Es gibt viele Nuancen//Facetten im D//sBereich, respektive BDSM.

Wer TPE lebt, gibt von vorneherein das eigene Leben dem Dominanten GegenPart in die Hände. Es geht öfter so weit, dass sämtliche Kontakte nach außen//zum Sozialen Umfeld abgebrochen werden.

Mir sind Fälle bekannt, wo Submissiver Mensch völlig unter Kontrolle stand. Angefangen mit der GPSApp im Smartphone. WebCams in der Wohnung von Sub. Dienstpläne mussten vorgelegt werden. Jede Abweichung musste erklärt werden bis zur Rechtfertigung.

Um auf meine Frage zurück zu kommen: JA!!!

Unbedingt. Sollte Dominanz nicht darauf eingehen, nicht lange diskutieren. Da ist das Vertrauen mit NichtAkzeptanz und mangelnder Empathie weg.

Nicht diskutieren, eher richtig gute Argumente vorbringen. Wenn auch nicht die erzielte Wirkung einbringt: Anziehen. Taxi. Nach Hause. Ohne schlechtes Gewissen.

Hört sich schräg an?

Eher nicht. Meiner persönlichen Meinung nach.

Es gibt leider zuviel „Dominanz“, die nicht auf Submissiven GegenPart eingehen. Deren eigenes sexuelles Vergnügen im Fokus steht. Dieses Macht ausüben//haben. Diese Type Dominanz wirft einen Schatten über die Szene. Bringt dieses „Siehste, alles nur Gewalt“ in die Köpfe. Schade und zum […..]

Gehe ich vom Best Case aus, wird Dominanz alles, wirklich alles dransetzen, Submissiven GegenPart in Wohlbefinden//Wohlbehagen zu bringen. Wird sich vor Submissiven GegenPart stellen und die „Ordnung“ vorOrt herstellen. Es bedarf wirklich nicht vieler Worte. Schliesslich gab es vorher eine Ansage//Absprache mit den anwesenden, inklusive der Aufzählung der Folgen bei nicht beachten der

Aus meiner Sicht gesprochen: es gibt die Ansage, was drin ist und was nicht. Wer denkt sich nicht dranhalten zu müssen, fliegt!! Ganz einfach. Da kenn ich kein Pardon.

Vertrauen ist unter anderem das höchste Gut im D//sGefüge. Ist das kaputt, hilft kein Kitten. Dann sind Sprünge drin.

Deswegen ist Kommunikation so immens wichtig. Was geht, was geht nicht. Daran beiderseits sich dranhalten. Erweiterung der Absprache oder Kürzungen sind immer drin.

Das hat nichts mit Wunschkonzert zu tun. Im Gegenteil.

Submissiver GegenPart//Mensch möchte auch Spass und Vergnügen beim zur Verfügung stellen haben. OhJa. No Fun, No Sex. Ganz einfache Rechnung.

Ein erfahrener Submissiver Mensch weiss wie es funktioniert//funktionieren kann (sollte). Ein Newbie eben nicht. Schon allein durch merkwürdige Literarische Werke. Oder weil im Gespräch eine sogenannte „erfahrene“ es vermittelt.

Es gut sich auszutauschen. Es ist jedoch nicht The Cup of Tea der anderen, wie Newbie eben in solchen Situationen reagiert oder sich verhält.

Rough Sex ist nicht für jeden Menschen etwas. Genauso wie KuschelSex. Es ist diese berühmte Mitte, die es ausmacht.

Für Newbie wünsche ich mir eine Empathisch geprägte Dominanz. Welche es schafft, die Freude am BDSM//SM zu erwecken und zu vertiefen.

Nicht von 0 auf 500 beim Ersten Mal. Suutje Suutje. Antesten. Ausprobieren. Beidseitig. Nichts aufdrängen. Sich gegenseitig beim Ausprobieren besser kennenzulernen. Vertrauen aufbauen. Hingabe ist ein Geschenk für alle Dominanten. Es ist kein Schnäppchen im SuperMarkt. NEIN!! Dieses Geschenk sollte gepflegt und gehegt werden.

Sonst klappt es nicht. Just Saying!!

Jo

TJANUN